Freiheit

Ich habe ziemlich intensive, spannende und anstrengende Tage hinter mir. Einiges lief genau nach „Plan“, manches besser als erwartet, Anderes wiederum raubte mir nahezu den letzten Nerv. Und schöne, heimelige Momente gab es auch. Alles in Allem war es wohl eine normale Woche, die mal wieder wie im Flug verging. Neben anderen Dingen, die ich zu erledigen hatte, notierte ich regelmäßig ein paar Stichpunkte zu potentiellen Blogeinträgen, jedoch gab es ein Thema, das in besonderer Weise nach meiner Aufmerksamkeit verlangte.

Gerne bin ich so frei und widme mich diesem Thema, über das bereits die klügsten Köpfe aller Zeiten ihre Gehirnzellen wund philosophierten. Warum sollte ich mich nun auch noch dranwagen? Ganz einfach! Weil ich auf dreierlei Weise persönlich mit der Frage konfrontiert wurde, wie frei ich wirklich bin, oder meine zu sein … oder wie frei ich sein möchte.

Da ich mir fest vorgenommen habe wieder ausschließlich eigene Fotografien für meine Blogeinträge zu nutzen, ging ich heute auf die Jagd. Ich pirschte gerade einmal 30 Minuten durch Düsseldorfs Straßen. Und war zutiefst baff, wie wenig frei ich mich plötzlich fühlte. Hat einer von euch einmal bewusst darauf geachtet wie viele Straßen-, Gebots- und Verbotsschilder es gibt? Von allen anderen unterschwelligen Botschaften gar nicht zu sprechen. Von Vorteil war, dass ich in Rekordzeit tolle Motive im Kasten hatte. Die Spuren, die diese Fotosession in meinem Bewusstsein hinterlassen hat, werde ich noch ein paar Tage verdauen müssen. Kurz nach meiner Foto-Session stand ein Einkauf bei einem namhaften Discounter an und ich stellte (Gott sei Dank bewusst) fest, dass ich vor lauter Angebots-Kauf-mich-sofort-Botschaften fast meinen eigentlich Einkaufszettel vergaß. Soviel zu freien Entscheidungen.

Freiheit in Corona-Zeiten

Ich habe immer mehr das Gefühl, dass in diesem Corona-Schutz die Maske zum Maulkorb wird, was in unserer Gesellschaft tödlich wäre.

Peter Maffay

Ich höre regelmäßig einen Podcast, den ich euch empfehlen kann. „Das Morning Briefing“ von Gabor Steingart. Sehr informativ, dabei nicht zu ausschweifend, werden täglich ein paar aktuelle Themen angerissen. Meist sind Menschen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft Zu Gast. Manchmal eben auch andere Prominente wie Schauspieler oder Musiker. Ich muss gestehen, dass Peter Maffay’s Worte bei mir sehr nachhallten. Wie frei lebe ich aktuell noch? Und wie frei darf ich meine Meinung noch vertreten? Übrigens fielen noch ein paar weitere Aussagen, die bei mir nachhallen. Aber darauf will ich aktuell nicht näher eingehen. Ich muss beobachten, ob seine weiteren Befürchtungen auch zu meinen werden.

Wieviel Freiheit ist zu viel Freiheit?

Im Rahmen meines Existenzgründer-Coachings geht es aktuell zur Sache. Um’s Eingemachte, quasi. Davon abgesehen, dass es wirklich viel Arbeit ist einen Businessplan zu schreiben, die dazugehörigen Themen zu recherchieren (Markt- und Konkurrenzanalyse zum Beispiel) und die Kalkulation zu erstellen, die plausibel, realistisch und zielführend sein sollte, ist es ein insgesamt wirklich ernstzunehmendes Thema für mich. Das geht an die Substanz. Gleichzeitig bereitet mir der Prozess auch Freude. Natürlich habe ich als angehende Selbstständige mehr Freiheiten, aber die sind auch verbunden mit deutlich mehr Verantwortung. Und mit Sicherheit noch mehr Arbeit, als ich sie als Angestellte übernommen habe. Entsprechend fragte ich mich in den letzten Tagen: Wie viel Freiheit will ich wirklich haben? Ist es nicht manchmal angenehmer, mit geschnürten Korsett, im gemachten Nest zu sitzen?

Wie frei möchte ich sein? Kann ich wirklich frei entscheiden, wohin es als nächstes geht? Besitze ich wirklich die Freiheit mich zu verändern, neu anzufangen? Ja, die Freiheit besitze ich. Aber sie zu nutzen setzt ein Handeln voraus und kann unbequem sein. Ein Verlassen der eigenen Komfortzone kann darüber hinaus ein Risiko mit sich bringen.

Inspiration

Ich hole mir ganz häufig Inspiration aus Büchern, Artikeln, Liedern, Serien und Filmen. Daher werde ich auch zukünftig mit Zitaten arbeiten. Denn ganz ehrlich: Es gibt nichts, was nicht bereits gesagt wurde (das hat bestimmt auch schon jemand gesagt, also zur Sicherheit: Quelle unbekannt).

Vor wenigen Tagen habe ich, auf Empfehlung einer Person, die hier sicher nicht namentlich genannt werden möchte (*winke), eine Dokumentation auf Netflix gesehen. Unglaublich, aber wahr: Über Michael Jordan. Dabei habe ich mit Basketball nichts am Hut. Aber ich muss sagen, die Serie hat mich wirklich gefesselt. Ob Sportbegeisteter, oder eben nicht, meiner Meinung nach ist es eine inspirierende Dokumentation über einen unfassbaren Sportler, der, mit viel Fleiß, Hingabe und einem unglaublichen Talent, Geschichte geschrieben hat.

Man legt keinen Sattel auf einen Mustang.

Chuck Daly (1986-1992 Trainer von Dennis Rodman)

Ganz besonders fasziniert hat mich Folge 3 der Doku-Serie „The Last Dance“. Denn in dieser Folge wurde Dennis Rodman näher beleuchtet. Warum ich ihn besonders faszinierend finde? Weil er anders ist. Ein Freak. Nicht so angepasst, wie manch Andere. Das zeigte er nicht nur durch sein Styling (Tattoos, Haare wurden wild gefärbt, der Kleidungsstil war teilweise schrill), er zeigte es im Spiel und im Training. Manche Menschen brauchen besonders viel Freiheit, um sich entfalten zu können. Und diese Menschen brauchen es sich frei zu fühlen. Zu denen gehört Dennis Rodman (soweit ich das beurteilen kann). Und zu solchen Menschen gehöre ich (das kann ich beurteilen). Und mal ganz ehrlich, ein Mann, der mit Madonna (zeitweise) liiert ist, das sagt eine Menge, oder?

Du musst dich entscheiden wer du in diesem Leben sein willst. Sei nicht der, von denen die Leute sagen, dass du er bist.

Madonna zu Dennis Rodman
Kann das weg?

Er lernte, dass er Grenzen verschieben kann.

Und das ist Freiheit.

Sprecher aus „The Last Dance“ über Dennis Rodman
Singen. Tanzen. Freedom!!!

1 Kommentar

  1. Ach ja die Freiheit, es ist eine Freiheit, wenn man in Freiheit für die Freiheit demonstrieren kann, mit oder ohne Maske.
    Eine Demokratie funktioniert durch Regeln, welche durch Mehrheitsentscheidungen zustande kommen, sie ist nicht die absolute, persönliche Freiheit. Demokratie ist eine Art Kompromiss.
    Mir machen die Freiheitsrufer gerade eher ein mulmiges Gefühl. Welche Form der Freiheit wollen sie wirklich?
    Die Freiheit des Stärkeren, der Diktatur?
    Manche von Ihnen rufen „wir sind das Volk“ aber was genau meinen sie damit, wen meinen sie, ich fühle mich nicht angesprochen.
    Wenn ein Maske, zum Schutz, die auch mein Zahnarzt trägt, die Freiheit in Frage stellt, was macht dann eine rote Ampel mit manchen Menschen.
    Nein, wir leben nich nicht in einer Diktatur, aber einige die da laut Freiheit rufen meinem mit dem Begriff genau das.

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