ChancenReich

Diese Woche habe ich locker vierzig Stunden am Laptop gesessen und mir für heute geschworen eine Pause einzulegen. Nun ist mir doch wieder danach zu Schreiben. Das hat sicher auch mit Prokrastination zu tun. Denn alternativ müsste ich etwas in der Wohnung tun.

Mir ist nicht bewusst für wen ich meinen Blog überhaupt pflege. Aber immer wenn ich denke, dass es sowieso niemanden interessiert was mich beschäftigt, werde ich doch wieder von jemandem darauf angesprochen. Und spüre, dass es auch Leser gibt, die keine Like- oder Kommentarspuren hinterlassen und dennoch bei mir sind. Das ist ein gutes Gefühl. Und spätestens seit meinem letzten Beitrag wissen wir alle, dass mein Papa mein größter Fan ist. Danke dafür…

Seit Wochen befinde ich mich in einem regelrechten Tunnel. Vollkommen fokussiert auf meine Jobsuche. Das merken sicher auch Menschen, die mir nahe stehen. Gebt mir noch ein paar Wochen. I’ll be back.

C H A N C E N …

Große Veränderungen in unserem Leben

können eine zweite Chance sein.

Harrison Ford

Seit fast vierzig Jahren (Gott, bin ich alt geworden – danke dafür) werde ich immer wieder mit der Tatsache konfrontiert, dass das Leben kein Ponyhof ist. Wer denkt das wird mit der Zeit besser, hat sich geschnitten. Wir haben alle immer wieder unser ganz eigenes Kreuz zu tragen. Darin eine Chance zu sehen, das ist meiner Meinung nach die Kunst.

Ich bin normalerweise ein ziemlich aktiver und geselliger Mensch. Wetter-, Corona- und Tunnel-bedingt ist beides aktuell nicht so möglich. Entsprechend werde ich seit einiger Zeit sehr auf mich selbst zurückgeworfen. Welch großartige Chance, mich intensiv mit mir selber zu beschäftigen. Und ich muss einräumen: Ganz unanstrengend bin ich nicht.

Die nächsten Wochen werden unglaublich spannend für mich. Sie werden entscheiden wohin es mich verschlägt. Vor den anstehenden, hauptsächlich beruflichen Veränderungen habe ich keine Angst. Im Gegenteil, ich freue mich darauf. Und fühle mich noch einmal wie mit Anfang zwanzig. Vollkommen ungewiss wohin die Reise geht. Noch eine Chance… Erneut durchstarten. Das gefällt mir.

Gesellschaftlich betrachtet bin ich extrem gespannt, wohin die Reise geht. Bei Facebxxk zum Beispiel kann ich kaum noch reinschauen, da ich die Zwei-Fronten-Bildung nicht mehr ertrage. Offensichtlich wird dieser Kanal fast nur noch dafür genutzt verbal aufeinander loszugehen. Das beunruhigt mich sehr. Wir haben eine reale Chance zu beweisen, dass wir im Kollektiv zusammenstehen, auf nie erahnte, neu erfundene Weise. Anstatt das – im Kollektiv – als Chance zu nutzen… Ich bete, dass dieser Spalt sich nicht weiter fortführt.

Aktuell beschränke ich mich lieber auf meine Handvoll realer Freunde und Lieblingsmenschen. Mittlerweile kann ich diese an zwei Händen abzählen und es werden immer weniger. Ein immer kleinerer Kreis. Bereits seit über einem Jahr sehe ich darin meine Chance: Erkennen, wer wirklich zählt, mit wem ich tatsächlich gute Gespräche führen kann. Personen, die nicht nur von sich reden, sondern auch mir zuhören. Die letzten Ausnahmemonate haben mir sogar neue Lieblingskontakte geschenkt. Dafür bin ich sehr dankbar. Ihr schafft es mich zum Lächeln zu bringen. Danke….

… R E I C H

Wenn ich im letzten Jahr etwas gelernt habe, dann dass ich kein Geld brauche um glücklich zu sein. Selbstverständlich brauche auch ich ein Minimum an finanziellen Mitteln, um mir mein Dach über dem Kopf und mein tägliches Essen zu sichern, aber alles was mich einen gewissen Reichtum spüren lässt, hat nichts mit monetären Anreizen zu tun. Wenn ich abends in meinem viel zu kalten Zimmer im Bett liege, denke ich sehr oft, wie dankbar ich sein kann, dass ich – gewärmt von meiner dicken Decke – einschlafen kann. Dass ich keine Sorge haben muss morgen zu Hungern. Dass ich nicht fliehen muss um mein Leben und das Leben meiner Liebsten zu retten. Dass ich nicht alleine bin. Bei all der aktuell dominierenden Jammermentatlität – von der ich mich nicht komplett freisprechen kann – erdet es sehr, sich über seinen persönlichen Reichtum bewusst zu werden. Auch mir gelingt es nicht jeden Tag, mir genau das vor Augen zu führen. Aber ich erinnere mich immer wieder daran.

Bleibt positiv…

Eure Michaela

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