Zu wenig… ?

Vor drei Jahren

Mr. Zuckerberg weiß wo ich wann bin oder war. Mitdenkend wie er ist, erinnerte er mich vor wenigen Tagen an den 03.01.2018 und holte das Titelbild aus seinem (oder meinem?) Archiv. Dieses Foto habe ich vor drei Jahren geschossen. Lieben Dank, dass es für mich aufgehoben und zum rechten Zeitpunkt hervorgezaubert wurde.

Ich erinnere mich sehr gut an diesen Abend. Meine Kinder waren bei mir und draußen fing es an zu schneien. Wir freuten uns wie drei Kinder… Und entschieden uns spontan dazu in einen naheliegenden Park zu gehen, um den Schnee zu genießen. Ein wenig desillusioniert stellten wir vor Ort fest, dass kaum etwas von den Zauberflocken liegen blieb und mein Sohn sagte:“ Mama, das ist aber echt nicht viel.“.

Gleichzeitig stiefelte er bereits durch das wenige Weiss und zauberte ein Herz in den Schnee. Ich war wirklich berührt und sagte zu ihm:“ Da siehst du, was du Wundervolles aus einem kleinen Bisschen machen kannst.“

H E U T E

Seit einigen Wochen, fast Monaten, überschlagen sich die weniger guten Nachrichten. Damit meine ich nicht nur die Tagesthemen im Öffentlich-Rechtlichen, sondern die aus meinem Umfeld. Die ganz persönlichen Nachrichten oder Sorgen meiner Liebsten. Das nimmt kein Ende und macht mir manchmal zu schaffen. Ich kann einfach nicht ausblenden, wenn es Menschen, die mir wirklich etwas bedeuten, nicht gut geht. Ich frage mich dann oft, was ich tun kann und ob das, was ich anzubieten habe, ausreicht.

Jemand, der mich mittlerweile ziemlich gut kennt und mir sehr nahe steht, hat mich eine Zeitlang „Anwalt“ genannt. Verbunden mit der Aussage ich hätte immer für Jeden Verständnis. Immer und Jeden… Mich ärgerte das, ich sah es als negative Kritik und forderte ihn auf, mich nicht mehr so zu nennen. Das wird seither beherzigt. Mittlerweile denke ich jedoch, dass es vielleicht gar keine schlechte Angewohnheit ist Verständnis für Andere aufzubringen.

Denn was ich immer wieder erkenne ist, dass es nicht unberechtigt ist, sich mit seinem Gegenüber zu beschäftigen. Sich zu fragen, warum er oder sie vielleicht angespannter ist als sonst. Oder warum sich jemand zurückzieht.

Vor wenigen Wochen wurde ich im Straßenverkehr mit einer sehr unschönen Situation konfrontiert. Ein wildfremder Autofahrer schrie mich aus heiterem Himmel an, beschimpfte mich regelrecht, weil ich – als Fahrradfahrerin – einen kurzen Moment unachtsam war. Es hat mich getroffen so behandelt zu werden, es regte mich sogar auf. Im Nachhinein habe ich es jedoch wieder von mir abperlen lassen, denn ich wusste, dass es nichts mit mir persönlich zu tun hatte, dass er so heftig reagierte. Wer weiß, was ihm an diesem Tag oder in den letzten Wochen widerfahren ist.

Und was macht man, wenn sich eine nahestehende Person anders, vielleicht sogar unfair verhält? Ist es dann zu wenig einfach mal zu fragen, ob alles okay ist? Ich denke nicht, dass das zu wenig ist. Manchmal ist es vielleicht auch Alles was man tun kann.

Seid achtsam im Umgang mit euch… Aber mindestens genauso achtsam im Umgang mit anderen…

Herzliche Grüße

Michaela

2 Kommentare

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