Gegengift

Ich blicke zurück auf eine unfassbar intensive und schöne Woche und erinnere mich an sehr tiefe Gespräche, wachsende Freundschaft, viel Lachen, gemeinsames Genießen, kostbare Tränen, die miteinander geteilt wurden, viel Musik, tanzen und singen, tiefes Atmen und Spüren beim Yoga und an schöne Berührungen.

Und ich erinnere mich daran:

Was ist schlimmer: An die ewige Liebe zu glauben und enttäuscht zu werden, oder sich zu schützen, indem man Liebe erst gar nicht mehr zulässt?

Diese Frage wurde mir vor wenigen Tagen gestellt. Und meine spontane, unverrückbare Antwort war, dass letzteres schlimmer ist. Liebe nicht zulassen ist keine Option.

Nun lässt mich diese Fragestellung nicht mehr los.

Und was bedeutet überhaupt…

…ewige Liebe?

Ich habe mich bereits das ein oder andere Mal auf die Liebe eingelassen. Im Grunde genommen tue ich das täglich. Ich trage so viel Liebe in mir, dass sie irgendwo hin möchte. Auf gewisse Weise möchte die Liebe verschwendet werden.

Die Liebe zu meinen Kindern, die Liebe zu meiner Familie, zu Freunden & allen Lieblingsmenschen in meinem Leben. Ich finde, dass so viele Menschen so unglaublich liebenswert sind. Entsprechend leicht fällt es mir das zu sagen: Ich liebe dich. Du bist großartig. Und ich liebe es mit dir zusammen zu sein, Zeit mit dir zu verbringen.

Dass ich so durch die Welt und durch mein Leben gehe ist Fluch und Segen zugleich.

Bereits das ein oder andere Mal habe ich mich auf die Liebe eingelassen. Und wurde enttäuscht.

Wurde ich wirklich enttäuscht? Ist es erst die wahre Liebe, wenn es die ewige Liebe ist?

Ich sehe das nicht so. Ich denke, dass jede Zeit, die man in Liebe miteinander verbringt ein großes Geschenk ist. Und wenn diese Zeit vorbei ist, brennt sich ein Teil der Gemeinsamkeit wie ein Tattoo in mein Herz. Für immer.

Toxisch

Es gibt wirklich zauberhafte Paare in meinem Umfeld. Mein Herz geht auf, wenn ich beobachte und spüre wie sie miteinander umgehen und es geschafft haben sich ein gemeinsames Leben aufzubauen. Wie sie es geschafft haben zu einem „Wir“ zu wachsen und sich dabei – bestenfalls – ihr „Ich“ bewahren konnten.

Bei diesen zauberhaften Paaren hoffe ich manchmal, dass es Ihnen wirklich so gut geht wie es wirkt. Denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man den Menschen nur vor den Kopf schauen kann. Und dass der Umgang miteinander in der Öffentlichkeit ein anderer sein kann, als die Realität hinter verschlossener Tür.

Und dann gibt es diese offensichtlich toxischen Beziehungen. Diese drehen mir das Herz und den Magen um. Ich frage mich was mit diesen Menschen nicht stimmt. Warum tun sie sich das an? Warum lassen sie sich und ihr Leben so vergiften? Von Zusammensein um jeden Preis halte ich persönlich rein gar nichts. Ich habe es auch schon erlebt, dass toxische Spuren in meinem Liebesleben nachweisbar wurden. Es dauert manchmal ein bisschen das zu erkennen, jedoch sollte man es sich wert sein, das Gegengift zu nutzen.

Selbstliebe

Liebende Grüße

Michaela W. aus D.

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